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 SEXTOURISMUS BRICHT KINDERSEELEN

 

Zugegeben – ich habe den Vortrag geschwänzt. Aber eine Heilige Messe und gleich darauf ein Vortrag war mir zuviel. Das soll aber nicht heißen, daß mir das Problem gleichgültig wäre. Im Gegenteil. Auch in Thailand, Sri Lanka, Afrika usw. greift es immer mehr um sich. Warum kann es in Ländern, die durch florierenden Tourismus eigentlich einen allgemeinen Wohlstand haben müßten,zu solch einer Not kommen, daß man Kinder zur “Erhaltung der Familie”  auf den Strich schicken muß ? Oder ist hier zusätzlich doch noch etwas ein bißchen anders ? Wie steht es eigentlich mit den Eltern ? Scheint es ihnen nicht besonders einfach, bequem und lukrativ, die Kinder zu verhökern, statt selbst etwas zu tun ?

Und die zu recht verteufelten Sextouristen ! An sich anfällig für Pädophilie, nimmt es nicht wunder, wenn sie sich mit Vorliebe in Ländern umtun, wo sich ihnen an jeder Ecke ein bezauberndes, minderjähriges Geschöpf wohlfeil anbietet.

Und nun die Kinder selbst. Wieviel ihrer menschlichen Würde ist ihnen selbst bewußt ? Haben sie überhaupt eine Vorstellung, was Liebe heißt ? Werden sie je erleben können, wie sie ist ? Ausgebrannt, abgestumpft, durch schieren Konsumismus desensibilisiert, kennen sie keine Sehnsucht, keine Vorfreude, keine Erfüllung. Und das soll es dann gewesen sein ?

Außerdem möchte ich die Solitarität in jenen Ländern in Frage stellen, die zum einen Teil stinkreich, zum anderen bitter arm sind. Eine Kette kann nur so stark sein wie ihr schwächstes Glied.

                 TUT ETWAS !