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Ein Plädoyer für die Beichte:

Eine kleine Szene aus einer amerikanischen Krimiserie am vergangenen Samstagnachmittag:

Ein junger Polizist kommt aus einer Kirche und trifft auf seine Kollegin. Sie fragt ihn neugierig: “Was hast Du denn in der Kirche gemacht ?”

Er darauf völlig selbstverständlich: “Ich war beichten..” Worauf sie ironisch lachend fragt: “Was, so richtig altmodisch, mit Beichtstuhl und so ?”

Darauf er freundlich und gelassen: “Das würde Dir hin und wieder auch gut tun.”

Ihre Antwort habe ich nicht verstanden, aber seine: - “Das würde Dir hin und wieder auch gut tun” – hat mich zu diesen Überlegungen angeregt:

 Wie oft bedrücken uns ungeklärte Fragen, eigene, destruktive Handlungsweisen, haßerfüllte Gedanken, und wir werden sie nicht los.

Ein guter, einfühlsamer und diskreter Freund wäre allenfalls hilfreich. Aber so ganz wird man doch nicht alles los. Schließlich schämt man sich ja vor sich selber und das macht befangen.

Einem Therapeuten kann man zwar alles erzählen und er hat strenge Schweigepflicht, aber man redet eine knappe Stunde um viel Geld über sich selbst und ist am Ende “so klug als wie zuvor”.

Und da kann ich nur die dritte und zweifellos beste Lösung empfehlen:

Ein guter, therapeutisch gebildeter Seelsorger, ein ehrliches, aufgeschlossenes Beichtgespräch, eine vertrauensvoll angenommene Lossprechung, und ein stärkendes Gebet für die neue Einstellung zu Gott, mir selbst und den Mitmenschen wird mir Ostern zu meiner Auferstehung machen.